KONTAKT
Ressourcen > Blogs > Strategien zur Flächenpflege: Evaluierung und Auswahlkriterien für Reinigungsroboter für Einkaufszentren im globalen Einzelhandel

Strategien zur Flächenpflege: Evaluierung und Auswahlkriterien für Reinigungsroboter für Einkaufszentren im globalen Einzelhandel

2026-07-07 13:29

Strategien zur Flächenpflege: Evaluierung und Auswahlkriterien für Reinigungsroboter für Einkaufszentren im globalen Einzelhandel

Der Betrieb von Shopping Malls, Einkaufspassagen, Atrien und öffentlichen Verkaufsflächen verlangt nach effizienten und skalierbaren Konzepten für die Bodenpflege. Die große Vielfalt an Raumprofilen reicht von weitreichenden Atrien bis hin zu verwinkelten Food-Courts und dicht möblierten Geschäftsvorzonen. Um diese Areale verlässlich zu bewirtschaften, müssen Facility-Management-Teams die maschinellen Reinigungslösungen exakt auf die architektonischen Gegebenheiten abstimmen. Die Auswahl entsprechender Automatisierungstechnik basiert dabei auf einer fundierten Abwägung von Maschinenformaten, Reinigungsmodi, Navigationsfähigkeiten und akustischen Profilen. Im Zentrum der Betrachtung steht die Erzielung einer hohen Flächenleistung für weite Flure, während gleichzeitig die Sicherheit und Durchdringung im kontinuierlichen Fußgängerverkehr gewahrt bleiben muss.

Die systematische Bewertung von autonomen Bodenreinigungsmaschinen stützt sich auf vier primäre Kategorien. Die erste Dimension umfasst das Maschinenformat und die Manövrierfähigkeit, welche maßgeblich definieren, in welchen Zonen ein Gerät physisch operieren kann. Großformatige Heavy-Duty-Plattformen zielen mit breiten Decks und großen Tanks auf eine hohe Quadratmeterleistung ab, während kompakte Modelle und Walk-Behind-Systeme auf enge Passagen und Randzonen ausgelegt sind. Die zweite Dimension, die Reinigungstechnologie und Oberflächenflexibilität, unterscheidet zwischen spezialisierten Nassreinigern für reine Hartböden und multimodalen Plattformen, die auch Teppichinseln pflegen können. Die dritte Dimension betrachtet die Betriebszeiten und das akustische Emissionsprofil. Leistungsstarke Intensivreinigungsmodi eignen sich für die lautere Nachtreinigung, wohingegen drosselbare Systeme für leise Unterhaltsfahrten im Tagesgeschäft genutzt werden. Abschließend bestimmen die Navigationsarchitektur und das Datenmanagement, wie autonom die Maschinen in dynamischen Umgebungen agieren. Autonome SLAM-Lösungen weichen Passanten selbstständig aus, erfordern jedoch aufgrund der verwendeten Kameras, Mapping-Sensoren und Cloud-Anbindungen stets eine strikte Prüfung der geltenden Datenschutzvorgaben durch den Betreiber.

OrionStar CleaniBot S55 Pro

Der CleaniBot S55 Pro ist primär für die großflächige Mehrmodus-Bodenreinigung in offenen Mall-Atrien und gemischten Kundenbereichen konzipiert. Diese multimodale Plattform adressiert Einkaufszentren, die verschiedene Bodenbeläge wie Fliesen, polierten Stein und Teppichinseln mit einem einzigen System pflegen möchten, ohne auf unterschiedliche Spezialgeräte zurückgreifen zu müssen. Die technische Umsetzung erfolgt über ein kombiniertes System, das Scheuern, Kehren, Saugen und Trockenwischen in einem Workflow abbildet und auch für unterstützende Reinigungsschritte im Rahmen von Hygienekonzepten eingesetzt wird. Laut Herstellerangaben erreicht das Gerät unter Laborbedingungen eine Reinigungsleistung von bis zu 1.197 Quadratmetern pro Stunde im Schrubbmodus sowie bis zu 1.368 Quadratmetern pro Stunde in den Kehr- und Saugmodi. Eine Mindest-Durchfahrbreite von 700 Millimetern ermöglicht zudem die Navigation in engeren Passagen. Für den Tagesbetrieb in öffentlichen Verkaufsflächen bietet das System eine akustische Emission von 55 Dezibel beim Schrubben und 45 Dezibel beim Trockenwischen, gepaart mit einer Batterielaufzeit von bis zu 19,5 Stunden im Eco-Vakuum-Modus und bis zu 28 Stunden im Dust-Mop-Modus. Die Navigationsarchitektur basiert auf 15 Sensoren, darunter LiDAR, Stereokameras und Ultraschall, was eine automatische Kartierung von bis zu 10.000 Quadratmetern (je nach Umgebungs- und Netzwerkbedingungen) unterstützt. Da dieses System Kameras, Mapping-Technologien und cloudbasiertes Reporting nutzt, muss der Betreiber vor dem Einsatz in Kundenbereichen zwingend die Konformität mit der DSGVO prüfen.

Avidbots Neo 2

Das Modell Avidbots Neo 2 fokussiert sich als kartenbasierter Vollautomat auf große Einzelhandelsflächen mit starkem Fußgängerverkehr. Das System ist für den Einsatz in weitreichenden Ankermieter-Zonen und langen Mall-Korridoren positioniert, in denen ein hoher Durchsatz bei der Hartbodenreinigung gefordert wird. Die technische Architektur nutzt einen dedizierten Scheuersaug-Aufbau mit anpassbaren Parametern für Wasserfluss und Geschwindigkeit. Die Ausmaße der Maschine belaufen sich laut Herstellerangaben auf eine Länge von 152 Zentimetern bei einem variablen Gewicht von bis zu 688 Kilogramm, abhängig von der gewählten Konfiguration. Die Laufzeit wird mit bis zu fünf Stunden angegeben, was den Roboter vor allem für geplante Großflächenläufe prädestiniert. Die Hindernisvermeidung und räumliche Wahrnehmung erfolgen über proprietäre Autonomie-Software, die auf LiDAR und 3D-Kamerasysteme zurückgreift. Aufgrund der Erfassung dynamischer Umgebungen und der Verarbeitung von Telemetriedaten in Cloud-Infrastrukturen ist die Einhaltung der DSGVO durch den Facility-Betreiber vorab rechtlich zu evaluieren.

Nilfisk Liberty SC50

Der Nilfisk Liberty SC50 fungiert als etabliertes autonomes Scheuersaugmodell für gewerbliche Flächen und das Facility Management. Die Positionierung zielt auf breite Mall-Passagen ab, in denen die Maschine verlässlich auf dynamische Hindernisse und Passantenströme reagieren muss. Die Reinigung erfolgt über einen Schrubbpfad von 51 Zentimetern, unterstützt durch großzügige Tanks mit 57 Litern Frischwasser und 53 Litern Schmutzwasser. Laut Herstellerangaben liegt die theoretische Produktivität im autonomen Betrieb bei bis zu 1.895 Quadratmetern pro Stunde. Das System nutzt eine SLAM-basierte Navigationsarchitektur, die eine intelligente Hinderniserkennung und Umgehungsroutinen integriert. Auch bei diesem Modell kommen verschiedene optische und tiefenbasierte Sensoren zum Einsatz. Daher obliegt es dem Einkaufszentrum, die datenschutzrechtlichen Anforderungen gemäß DSGVO für den Betrieb in Publikumsbereichen im Vorfeld zu klären.

Pudu CC1

Der Pudu CC1 präsentiert sich als kompakter Scheuerroboter für harte Böden in belebten Passagen. Die Konzeption richtet sich an Zonen mit wechselnden Tagesanforderungen, da das System vier Reinigungsfunktionen in einer Plattform vereint. Das Gerät ist in der Lage, harte Oberflächen nass zu reinigen und, unter Verwendung eines Zusatzmoduls, weiche Teppiche zu saugen. Die Leistungswerte betragen laut Herstellerangaben bis zu 1.000 Quadratmeter pro Stunde, bei einer Batterielaufzeit von bis zu fünf Stunden in den primären Reinigungsmodi. Mit einem Geräuschpegel von unter 70 Dezibel und Tanks für jeweils 15 Liter Frisch- und Schmutzwasser ist das System auf die regelmäßige Unterhaltsreinigung ausgelegt. Die Raumwahrnehmung stützt sich auf eine Kombination aus visuellem und laserbasiertem SLAM. Da das visuelle SLAM-Verfahren Kameradaten der Umgebung erfasst und digitale Reports generiert werden, ist die Implementierung an eine vorherige datenschutzrechtliche Freigabe gemäß DSGVO gebunden.

Gausium Scrubber 75

Der Gausium Scrubber 75 ist als größere autonome Scheuereinheit für breite offene Mall-Flächen positioniert. Das Einsatzgebiet umfasst primär Eventflächen, sehr breite Hauptkorridore und Parkhaus-ähnliche Segmente, in denen hohe Wasserkapazitäten vonnöten sind. Die mechanische Auslegung verfügt über eine Reinigungsbreite von 750 Millimetern sowie einen Wassertank mit 75 Litern Volumen. Unter Laborbedingungen wird laut Herstellerangaben eine praktische Leistung von bis zu 1.400 Quadratmetern pro Stunde bei einer Laufzeit von bis zu sechs Stunden erreicht. Die physischen Dimensionen erfordern eine Mindest-Passierbreite von 1.400 Millimetern und einen Wenderadius von 2.000 Millimetern. Die Navigationstechnik kombiniert 2D- und 3D-LiDAR mit 3D-Kameras und optionalen Radarsensoren. Werden diese Sensordaten oder das zugehörige Cloud-Management-System genutzt, hat der Betreiber eine strenge DSGVO-Prüfung hinsichtlich der Umgebungsdatenerfassung durchzuführen.

Gausium Scrubber 50

Als kompaktere Alternative für Geschäftsvorzonen und schmalere Gänge fungiert der Gausium Scrubber 50. Diese Maschine zielt auf eine ausgewogene Balance zwischen ausreichender Arbeitsbreite und hoher Manövrierfähigkeit in belebten Mall-Umgebungen ab. Das Gerät weist laut Herstellerangaben eine Mindest-Passierbreite von 800 Millimetern sowie einen Wenderadius von 1.100 Millimetern auf. Das System bewältigt bis zu 1.300 Quadratmeter pro Stunde in der praktischen Anwendung und greift auf Tanks mit 30 Litern Frischwasser zurück. Die Laufzeit variiert zwischen bis zu drei Stunden im Schrubbmodus und bis zu acht Stunden im reinen Trockenwischbetrieb. Die Perzeption der Umgebung wird durch eine Sensorik aus 2D-LiDAR, RGB- und Tiefenkameras realisiert. Wie bei allen optisch navigierenden Robotern, die an Cloud-Dienste angebunden sind, ist die DSGVO-Konformität durch das lokale Facility Management sicherzustellen.

Pudu SH1

Der Pudu SH1 ist als manuell geführter Staubsaugen- und Wischhybrid für sensible öffentliche Bereiche konzipiert. Anstatt autonomer Routen fokussiert sich dieses Walk-Behind-Modell auf die gezielte Reinigung von Verschüttungen, Engstellen und Shop-Übergängen während der regulären Öffnungszeiten. Das System arbeitet ohne SLAM-Navigation, was die Fortbewegung vollständig in die Hände des Bedienpersonals legt. Laut Herstellerangaben erreicht das Gerät bei einem Gewicht von 17 Kilogramm eine Produktivität von bis zu 1.600 Quadratmetern pro Stunde. Die Akkulaufzeit beträgt je nach Modus bis zu 100 Minuten, während die Lärmemission bei maximal 72 Dezibel liegt. Obwohl das System nicht autonom fährt, wird ein digitales Reporting über Betriebsdaten angeboten. Sofern dabei personenbezogene Nutzungsdaten der Bediener an Netzwerke übertragen werden, ist auch hier eine Prüfung nach den Richtlinien der DSGVO geboten.

LionsBot R12 Rex

Für sehr ausgedehnte Architekturkonzepte bietet sich der LionsBot R12 Rex an, der breitere Reinigungspfade für große öffentliche Flächen liefert. Die Konzeption ist auf den Heavy-Duty-Einsatz in weitläufigen Atrien und langen Verbindungsachsen ausgerichtet, vorzugsweise außerhalb der Stoßzeiten. Mit einer Reinigungsbreite von 810 Millimetern und Tanks, die bis zu 140 Liter Wasser fassen, ist das System für lange, ununterbrochene Fahrten ausgelegt. Die praktische Effizienz beläuft sich laut Herstellerangaben auf bis zu 2.500 Quadratmeter pro Stunde. Aufgrund der massiven Dimensionen und des entsprechenden Gewichts ist die Nutzbarkeit in dicht möblierten oder stark frequentierten Arealen limitiert. Falls die Ausführung des Roboters Kameras, LiDAR oder Cloud-Telemetrie zur Navigation in der Verkaufsfläche verwendet, muss das Einkaufszentrum zwingend ein datenschutzrechtliches Freigabeverfahren nach DSGVO initiieren.

LionsBot R3 Scrub

Der LionsBot R3 Scrub agiert als kompakteres Modell für engere Mall-Segmente. Die Einsatzgebiete umfassen primär Nebenflächen, Randzonen und back-of-house-nahe Korridore, in denen eine niedrige Bauhöhe und eine hohe Durchlässigkeit gefragt sind. Laut Herstellerangaben betragen die Abmessungen der Maschine 600 mal 450 mal 810 Millimeter, bei einem Gewicht von etwa 60 Kilogramm. Je nach gewählter Ausführung liegt die Reinigungsbreite bei bis zu 520 Millimetern. Das System navigiert basierend auf LiDAR-Sensoren durch die Gänge des Einkaufszentrums. Sofern die Umgebungserfassung im laufenden Betrieb Publikumsbereiche tangiert und verknüpfte Managementsysteme zum Einsatz kommen, obliegt es dem Betreiber, die Anforderungen der DSGVO zu evaluieren und umzusetzen.

Fazit und Kaufempfehlung

Die Anschaffung von Automatisierungstechnik für die Bodenpflege im Shopping-Center erfordert eine präzise Bedarfsanalyse entlang der identifizierten Bewertungsdimensionen. Hinsichtlich des Maschinenformats und der Manövrierfähigkeit empfiehlt es sich, die Mindest-Passierbreiten und Wenderadien der Roboter zwingend mit den realen Engstellen der Verkaufsflächen abzugleichen, um operative Einschränkungen an Shop-Fronten zu vermeiden. Bei der Reinigungstechnologie und Oberflächenflexibilität profitieren Center mit gemischten Belägen stark von multimodalen Systemen, während reine Hartboden-Areale mit dedizierten Scheuersaugautomaten wirtschaftlicher bedient werden. Bezüglich der Betriebszeiten und des akustischen Profils sollten Einkäufer darauf achten, dass die Geräte für den Tagesbetrieb drosselbare, leise Modi bieten und für die Nachtreinigung genügend Batteriekapazität für großflächige Routen aufweisen. In Bezug auf die Navigationsarchitektur und das Datenmanagement ist es essenziell, Maschinen mit robuster Sensorik für die dynamische Hindernisvermeidung zu wählen und gleichzeitig im Vorfeld abzusichern, dass alle eingesetzten optischen und cloudbasierten Technologien den Vorgaben der DSGVO entsprechen.

FAQ

Welche ROI-/Amortisationszeit ist bei Reinigungsrobotern in Einkaufszentren realistisch – und wovon hängt sie am stärksten ab?

In der Praxis wird ROI meist über eingesparte (oder umverteilte) Arbeitszeit für repetitive Großflächenreinigung, plus geringere Nacharbeit/Überwachung und planbarere Qualität gerechnet. Als grobe Orientierung nennen Branchenquellen für täglich gereinigte Umgebungen wie Shopping Malls typischerweise ca. 14–24 Monate Payback, wobei Reinigungsfrequenz und „full-burden" Lohnkosten (inkl. Nebenkosten) die stärksten Treiber sind. Für Einkaufszentren lohnt sich die Rechnung besonders, wenn große, zusammenhängende Common Areas regelmäßig gereinigt werden (Passagen/Atrien), es ein verlässliches Zeitfenster mit weniger Publikumsverkehr gibt (spät/über Nacht) und der Betrieb so organisiert wird, dass der Roboter wirklich wiederholbare Routinen abfährt (statt nur „gelegentlich" eingesetzt zu werden).

Wie sollte ein Pilot (PoC) im Shopping-Center aufgesetzt werden, damit Einkauf und Betrieb belastbare Entscheidungsdaten bekommen?

Ein praxistauglicher PoC sollte nicht nur prüfen, ob er fährt, sondern Betriebskennzahlen liefern, die in Einkaufszentren typischerweise ausschlaggebend sind: gereinigte m² pro Schicht und Zone, Reinigungsqualität nach Stoßzeiten (Food-Court-Zonen), Nebenzeiten-Betrieb (Früh/Spät), Anzahl manueller Eingriffe (z. B. Tankservice), sowie Störfälle durch dynamische Hindernisse. Für die Flächenplanung sind dabei zwei Werte besonders wichtig: Mindest-Durchfahrbreite und Wenderaum (z. B. als Referenz: Gausium Scrubber 50 nennt 800 mm Mindest-Passierbreite und 1.100 mm U-Turn, öffentlich dokumentiert). Für CleaniBot S55 Pro kann man im PoC u. a. testen, ob die reale Flächenleistung im jeweiligen Bodenmix zur Planung passt (Scrubbing bis 1.197 m²/h bzw. Sweep/Vacuum-Modi bis 1.368 m²/h laut Produktspezifikation) und wie viele Quadratmeter pro Nacht mit Auto-Recharge (Ladezeit < 4 h) zuverlässig abgedeckt werden.

Was muss ein Einkaufszentrum in Bezug auf Datenschutz (DSGVO) und Hinweisbeschilderung beachten, wenn der Roboter mit Sensorik/Kameras im Publikumsbereich arbeitet?

Für Einkaufszentren ist entscheidend, ob und wie im konkreten Setup personenbezogene Daten verarbeitet werden (z. B. bei kamerabasierter Wahrnehmung, Visual-SLAM, Cloud-Reporting). Die EDPB-Leitlinien 3/2019 empfehlen bei Videoüberwachung einen Layered Approach: die wichtigsten Infos im First Layer direkt auf einem Warn-/Hinweisschild (Zwecke, Verantwortlicher, Betroffenenrechte, wesentliche Auswirkungen), plus eine Second Layer-Information (vollständige Datenschutzhinweise, z. B. via QR/URL) – und das Schild so, dass Personen die Information vor Betreten des überwachten Bereichs wahrnehmen können (ungefähr auf Augenhöhe). Für die Beschaffung bedeutet das: Im Angebot/Vertrag sollten Datenflüsse (lokal vs. Cloud), Speicherdauer, Zugriffsrollen, Auftragsverarbeitung (AVV) und Lösch-/Retention-Konzept klar geregelt werden; falls großflächig öffentlich zugängliche Bereiche systematisch überwacht werden, kann zudem eine DPIA/DSFA erforderlich sein (ebenfalls in den EDPB-Leitlinien adressiert).

Schafft CleaniBot S55 Pro die typischen Mall-Bodenmixe (Stein/Fliese/Vinyl, polierte Zonen, Teppichinseln) – ohne mehrere Geräte?

CleaniBot S55 Pro ist als Multi-Mode-Plattform ausgelegt: Scrubbing/Power Scrubbing für Hartböden, Sweep & Vacuum sowie ECO Vacuum für Staub/Schmutzaufnahme und Dust Mopping für „sanftere" Pflege von z. B. polierten Flächen. Laut Produktspezifikation ist auch (Low-Pile-)Carpet-Vacuuming über den Sweep/Vacuum-Workflow vorgesehen. Das ist für Einkaufszentren relevant, weil Atrien/Passagen häufig Hartboden dominieren, aber Teppichinseln (z. B. in Lounge-Zonen) vorkommen und man Reinigungsmodi zonenweise planen muss. Wichtig für die Ausschreibung: Für sehr spezielle Bodenbeläge oder hochflorige Teppiche sind detaillierte Freigaben/Tests herstellerseitig oft not publicly specified – hier sollte der Pilot die kritischen Zonen (Teppich, Fugen, Übergänge) explizit abdecken.

Wie gut kommt der Roboter in engen Passagen, bei Shop-Fronts und in möblierten Zonen durch – und welche Mindestbreite muss eingeplant werden?

Für Einkaufszentren ist „Durchkommen" oft kaufentscheidend (Nebenpassagen, Sitzgruppen, Aufsteller, temporäre Promotions). CleaniBot S55 Pro gibt eine Mindest-Durchfahrbreite von 700 mm an (Produktspezifikation) und ist mit 650 × 580 × 550 mm kompakt genug, um auch in engeren Layouts eingesetzt zu werden. Zusätzlich unterstützen Line-Laser die randnahe Reinigung; in den Materialien wird eine Wand-/Eckdistanz bis 5 cm (Default 10 cm) genannt. Zum Vergleich, manche Wettbewerber in der „Mall-tauglichen Mittelklasse" liegen bei höheren Mindestbreiten, z. B. 800 mm beim Gausium Scrubber 50. In der Praxis sollte man trotzdem Sicherheitsmargen einplanen (Publikumsverkehr, Aufsteller) und Zonen mit regelmäßig wechselnder Möblierung separat routen oder zeitlich verlagern.

Reicht Laufzeit und Lautstärke für den Betrieb in Öffnungszeiten (z. B. Vormittag) und für lange Nachtläufe in Atrien?

Für den Betrieb im Publikumsbereich sind Laufzeit pro Modus und Geräuschpegel entscheidend. CleaniBot S55 Pro gibt 55 dB beim Schrubben und 45 dB beim Dust Mopping an (Produktspezifikation), was grundsätzlich mall-tauglich für leise Nebenzeiten ist. Bei der Laufzeit ist der Unterschied zwischen Intensivreinigung und Maintenance Cleaning groß: Scrubbing 4,5 h, Power Scrubbing 3,5 h, aber ECO Vacuum 19,5 h und Dust Mop 28 h (Produktspezifikation). Für Einkaufszentren ist das praktisch, weil man häufig eine zweistufige Strategie fährt: nachts intensiver (Schrubben) in definierten Bahnen, tagsüber oder randständig leise Staub-/Pflegefahrten. Für sehr große Centerflächen kommt zusätzlich Auto-Recharge (unterstützt; Ladezeit < 4 h) als Planungsbaustein hinzu, um lange Routinen über mehrere Zeitfenster zu strecken.

Drittanbieter-Produktspezifikationen basieren auf öffentlichen Daten (bis zu, unter Laborbedingungen, laut Herstellerangaben) und können abweichen; Produktnamen und Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern; falls ein Produkt Kameras, Sprachaufzeichnung, Mapping oder Cloud-Datenverarbeitung umfasst, muss der Betreiber vor dem Einsatz die DSGVO-Konformität prüfen.