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OrionStar GreetingBot AD: Evaluierung des Empfangsroboters für Lebensmitteleinzelhandelsfilialen

2026-08-13 22:45

OrionStar GreetingBot AD: Evaluierung des Empfangsroboters für Lebensmitteleinzelhandelsfilialen

Für Supermarktleiter, Lebensmittelhändler und Customer-Experience-Manager im europäischen Raum wächst die Herausforderung, eine konstant hohe Servicequalität am Point of Sale (POS) aufrechtzuerhalten. Während der Kostendruck steigt und Personal auf der Verkaufsfläche knapper wird, erwarten Konsumenten im Vollsortimenter weiterhin persönliche Beratung, Produktentdeckungen und ein ansprechendes Einkaufserlebnis.

Der OrionStar GreetingBot AD (Large-Screen Edition) positioniert sich als multifunktionaler Empfangsroboter, der diese Lücke zwischen Personalverfügbarkeit und Kundenerwartung schließen soll. Dieser Leitfaden beleuchtet die technologischen Fähigkeiten des Systems und bewertet seinen praktischen Nutzen für typische Zonen im Lebensmitteleinzelhandel.

Operative Herausforderungen im modernen Supermarkt

Branchenauswertungen zeigen, dass klassische Verkaufsförderungsmaßnahmen wie Verkostungen oder Promoter-Aktionen aufgrund fehlender personeller und finanzieller Ressourcen oft reduziert werden. Gleichzeitig wird das Fachpersonal an Bedientheken für Käse, Wurst oder Backwaren zunehmend durch Routineaufgaben gebunden – von der einfachen Wegweiserfunktion („Wo finde ich laktosefreie Milch?“) bis hin zur Kassenbegleitung.

Zudem verändert sich das Empfangserlebnis durch den Ausbau von Self-Checkout-Kassen und unbemannten Filialkonzepten. Um sich von reinen Discountern abzuheben, müssen Marktsupermärkte Erlebnisse schaffen. Eine Lösung bietet der Einsatz interaktiver Begrüßungsroboter, die als mobile Informations- und Marketingpunkte fungieren. Sie ergänzen das menschliche Personal, indem sie wiederkehrende Fragen beantworten, Kunden zu Aktionswaren führen und digitale Inhalte dynamisch ausspielen.

Der OrionStar GreetingBot AD im Filialeinsatz

Der OrionStar GreetingBot AD (Large-Screen Edition) ist eine KI-gestützte Plattform, die proaktive Kundenansprache, mobile Wegeleitung und Digital Signage kombiniert. Anstatt wie ein reines Tablet auf Rollen zu wirken, nutzt das System ein humanoides Design mit einer Dual-Screen-Architektur, um Aufmerksamkeit zu generieren und gleichzeitig großflächig zu informieren.

Eingangsbereiche und proaktive Kundenansprache

Der erste Eindruck im Eingangsbereich entscheidet oft über die Wahrnehmung der gesamten Filiale. Der GreetingBot AD verfügt über einen dedizierten Motor für die Kopfneigung (von −15° bis +40°). Dies ermöglicht eine natürlich wirkende, direkte Blickkontakt-Simulation bei der Interaktion mit Kunden unterschiedlicher Größe.

Um im akustisch anspruchsvollen Umfeld eines Supermarkts – geprägt von Hintergrundmusik, Einkaufswagen und Gesprächen – zuverlässig zu funktionieren, ist das System laut Herstellerangaben mit einem 6-Mikrofon-Array ausgestattet. Dieses erlaubt eine 360-Grad-Schallquellenortung, sodass der Roboter erkennt, aus welcher Richtung er angesprochen wird, und sich dem Kunden zuwenden kann.

Frischeabteilungen und Aktionsflächen: Die Dual-Screen-Architektur

Das definierende Merkmal der Large-Screen Edition ist die Kombination aus einem interaktiven 14-Zoll-Touchscreen am Kopf und einem 21,5-Zoll-FHD-Informationsbildschirm auf der Brust.

In Zonen wie der Frischeabteilung oder an Aktionsgondeln bietet dies einen konkreten Mehrwert: Der großformatige Brustbildschirm dient als mobile Werbefläche für aktuelle Angebote, regionale Produkte oder Rezeptvideos. Parallel können Kunden über den Touchscreen am Kopf detaillierte Fragen stellen oder nach bestimmten Artikeln suchen. Um physische Interferenzen mit dem großen Brustbildschirm zu vermeiden, ist die Armbewegung des Roboters in dieser Ausführung standardmäßig deaktiviert.

Navigation zu Bedientheken und Kassenbereichen

Die Wegeleitung ist eine der häufigsten Serviceanforderungen im Einzelhandel. Der GreetingBot AD nutzt für die autonome Navigation eine Kombination aus LiDAR, Rad-Odometrie und Tiefenkameras. Damit erreicht er unter definierten Testbedingungen eine zentimetergenaue Positionierung und kann Flächen von bis zu 50.000 Quadratmetern kartieren.

Wenn ein Kunde am Kundenservice-Schalter nach einem bestimmten Produkt fragt, kann der Roboter ihn sicher durch die Gänge führen. Die Sensorik ist darauf ausgelegt, Hindernisse wie abgestellte Paletten oder Kunden mit Einkaufswagen zu erkennen. Er passiert Korridore ab einer Breite von 60 bis 65 cm und kann leichte Bodenunebenheiten (bis 10 mm) sowie Fugen überwinden.

Gastronomie- und Food-Court-Zonen

Viele moderne Lebensmitteleinzelhandelsfilialen integrieren SB-Restaurants oder Food-Courts. Wenn in diesen Zonen neben der reinen Begrüßung und Informationsvermittlung auch der physische Transport von Speisen, Getränken oder umfangreichen Kostproben im Vordergrund steht, bietet sich innerhalb des Hersteller-Ökosystems eine Ergänzung an. Hier können andere Lieferroboter des Portfolios als spezialisierte Lösung für Szenarien mit kombinierten Liefer- und Empfangsanforderungen genutzt werden, während der GreetingBot AD den Fokus rein auf Beratung, Marketing und Wegeleitung auf der Verkaufsfläche legt.

Infrastruktur, Laufzeit und digitale Integration

Ein Empfangsroboter muss eine vollständige Schicht im Einzelhandel ohne Unterbrechung bewältigen können. Um den erhöhten Strombedarf des 21,5-Zoll-Bildschirms zu decken, wurde die Large-Screen Edition mit einem 20-Ah-Akku ausgestattet. Bei typischer Konfiguration und Auslastung ermöglicht dies eine Laufzeit von etwa 8 bis 10 Stunden. Eine vollständige Aufladung an der Ladestation (mit einem 8-A-Netzteil) dauert im ausgeschalteten Zustand rund 5 Stunden.

Für das Content-Management und Flotten-Updates unterstützt das System Wi-Fi 6 sowie 4G-Verbindungen. Dies ist für Customer-Experience-Manager entscheidend: Werbekampagnen, Begrüßungstexte oder Rabattaktionen können über ein zentrales Cloud-Management-System (OTA-Inhaltsaktualisierung) standortübergreifend auf die Roboter aufgespielt werden. So lassen sich beispielsweise morgens Frühstücksangebote und nachmittags Feierabend-Snacks auf dem Bildschirm bewerben, ohne dass lokales Personal eingreifen muss.

Anforderungen an Datenschutz und DSGVO-Compliance

Der Einsatz von Kameras (2-MP-Weitwinkel und 13-MP-HD), LiDAR-Kartierung und Cloud-basierter Sprachverarbeitung im öffentlichen Raum des Lebensmitteleinzelhandels erfordert eine stringente rechtliche Prüfung. Im DACH-Raum unterliegt die Erfassung von Gesichtern, Alter oder Geschlecht zur Messung von Werbeaufmerksamkeit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Betreiber müssen sicherstellen, dass die Verarbeitung von Sensordaten rechtskonform erfolgt. Dies bedeutet in der Praxis:

  • Nutzung von anonymisierten Analysen (z.B. reine Zählung von Interaktionen) ohne Speicherung biometrischer Profile, sofern keine ausdrückliche Einwilligung vorliegt.
  • Transparente Information der Kundschaft über den Einsatz intelligenter Systeme in der Filiale.
  • Prüfung der Cloud-Infrastruktur des Anbieters auf europäische Datenschutzstandards, insbesondere wenn Over-the-Air-Updates und zentrale Content-Management-Systeme genutzt werden.

Der OrionStar GreetingBot AD bietet die hardwareseitigen Voraussetzungen für einen modernen digitalen Empfang; die datenschutzkonforme Konfiguration der Software und der Datenströme obliegt jedoch dem Betreiber in Zusammenarbeit mit der internen IT- und Compliance-Abteilung.*

\OrionStar stellt ausschließlich die Hardware- und Basis-Software-Infrastruktur zur Verfügung. Die DSGVO-konforme Erhebung, Verarbeitung und Speicherung von Kundendaten (inkl. Bild- und Tonmaterial) sowie die Einholung erforderlicher Zustimmungen (z. B. durch Hinweisschilder in der Filiale) obliegen allein dem Filialbetreiber als Verantwortlichem im Sinne des Datenschutzrechts.*

Das OrionStar-Portfolio für den Einzelhandel

Der Lebensmitteleinzelhandel ist räumlich und konzeptionell vielfältig. Neben dem hier fokussierten GreetingBot AD (Large-Screen Edition) umfasst die OrionStar GreetingBot-Serie weitere Modelle, um unterschiedliche architektonische Gegebenheiten abzubilden. Dazu gehören weitere Modelle für unterschiedliche Anforderungen, was Händlern die Flexibilität gibt, je nach Standortgröße und strategischem Schwerpunkt das passende System auszuwählen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist der Roboter in der Lage, sich in engen Supermarktgängen zurechtzufinden? Ja, laut Herstellerangaben navigiert der GreetingBot AD sicher durch Korridore ab einer Breite von 60 bis 65 cm. Bei hohem Kundenaufkommen oder temporären Aufbauten passt er seine Geschwindigkeit (0,5–1.2 m/s) dynamisch an und weicht Hindernissen über die integrierte Sensorik (LiDAR, Tiefenkameras) aus.

Können die Inhalte auf dem großen Brustbildschirm von der Filialleitung lokal angepasst werden? Die Aktualisierung erfolgt in der Regel über ein zentrales Cloud-Management-System. Dies ermöglicht es der Zentrale oder dem lokalen Management, Bilder, Videos, Coupons und Routen über Wi-Fi 6 oder das integrierte 4G-Modul drahtlos (OTA) aufzuspielen.

Wie verhält sich das System bei mehrsprachiger Kundschaft, beispielsweise in Grenzregionen oder Touristengebieten? Der Empfangsroboter unterstützt multimodale Interaktion und kann über sein Betriebssystem für verschiedene Sprachen konfiguriert werden. Die Spracherkennung und die Audioausgabe über die dualen 5-Watt-Lautsprecher ermöglichen es, grundlegende Fragen zur Wegbeschreibung oder zu Produkten mehrsprachig zu beantworten.

Szenariobezogene Betriebsschmerzpunkte (Empfang, Begrüßung, Wegeleitung, Kundenerlebnis)

Im deutschen und europäischen Lebensmitteleinzelhandel stehen Filialleitungen und Customer-Experience-Manager vor einer wachsenden Lücke zwischen Personalverfügbarkeit und dem Anspruch an ein durchgängig freundliches, informatives Einkaufserlebnis. Hersteller reduzieren ihre Budgets für Personalverkostungen, Händler haben oft weder personelle noch finanzielle Ressourcen für klassische Promoter-Aktionen, und spontane Produktplatzierungen scheitern an Planung und Aufwand. Das Resultat sind leere Probierstände, verpasste Umsatzchancen und eine sinkende Konsistenz der Kundenansprache. Quelle: https://audamedia.de/post/roboter-untersttzen-den-globus-supermarkt-des-jahres

Der klassische Theken-Service im Supermarkt wird zusätzlich durch kostenintensive Routineaufgaben gebunden, etwa das Einräumen von Regalen, Kassenbegleitung und Bodenreinigung. Service-Roboter können diese wiederkehrenden Tätigkeiten übernehmen, sodass sich das verbleibende Personal auf beratungsintensive und kundenorientierte Tätigkeiten konzentrieren kann. Quelle: https://www.vkf-renzel.de/serviceroboter-im-supermarkt/

Ein weiterer Engpass ist die Erwartungshaltung der Kundinnen und Kunden an Mehrwert jenseits des Preises: Im Vergleich zu Discountern müssen Vollsortimenter und Marktsupermärkte persönliche Erlebnisse, Verkostungen und Produktentdeckungen bieten, die ohne zusätzliche Personalkapazität schwer zu skalieren sind. Empfangs- und Marketingroboter können diese Lücke schließen, indem sie als virtuelle Verkaufsberater Preise und Angebote anzeigen, Produktinformationen liefern und Kostproben ohne zusätzliches Personal verteilen. Quellen: https://audamedia.de/post/roboter-untersttzen-den-globus-supermarkt-des-jahres ; https://www.vkf-renzel.de/serviceroboter-im-supermarkt/

Aus Konsumentensicht besteht zudem eine Spannung zwischen Technikaffinität und menschlicher Nähe: Eine US-Studie aus dem Lebensmittelbereich zeigt, dass 64 Prozent der Konsumenten beim Einkauf im Markt lieber mit Mitarbeitenden als mit Robotern interagieren möchten. Daraus ergibt sich für den Einzelhandel die Aufgabe, Roboter so einzusetzen, dass sie Service ergänzen statt ersetzen, und Erlebnisse schaffen, die den persönlichen Kontakt nicht verdrängen, sondern anreichern. Quelle: https://www.grocerydive.com/news/human-interaction-is-still-king-for-consumers-shopping-in-store/571011/

Auch Self-Checkout, kontaktlose Bezahlung und zunehmend unbemannte Filialformate auf dem Land verändern das Empfangserlebnis grundlegend und verstärken den Bedarf an konsistenten digitalen Begrüßungs-, Wegleitungs- und Informationsangeboten direkt am POS. Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/supermarkt-roboter-100.html

Eingesetzte Fälle und Effekte

Ein zentrales europäisches Referenzprojekt ist der Einsatz von SERROBOTS-Marketingrobotern von AudaMedia in der GLOBUS Markthalle in Koblenz, die als "Supermarkt des Jahres" ausgezeichnet wurde. Die Roboter übernehmen automatisierte Verkostungen, aktive Produktpräsentation und Rundläufe durch den Markt, zeigen Produktinformationen auf Displays und über Sprache, sprechen Kunden aktiv durch Bewegung, Lichteffekte und Animationen an. Berichtet werden eine längere Verweildauer der Kundinnen und Kunden, eine höhere Interaktion mit den präsentierten Produkten sowie ein signifikant erhöhter Abverkauf der vorgestellten Artikel. Konkret genannt werden zudem Umsatzsteigerungen bei beworbenen Produkten, eine höhere Kundenzufriedenheit durch überraschende Einkaufserlebnisse und ein Imagegewinn durch innovative Technologienutzung. Quelle: https://audamedia.de/post/roboter-untersttzen-den-globus-supermarkt-des-jahres

Mit dem "LuckiBot Pro" wird in Deutschland ein Service-Roboter angeboten, der gezielt für den Supermarkt positioniert ist. Er übernimmt die autonome Verteilung von Kostproben, Werbe- und Informationsaufgaben, unterstützt die Produktsuche, beantwortet Fragen zu Preisen und Angebote, ermöglicht Spontankäufe und entlastet das Personal beim Wareneinräumen. Das Modell ist mit Hinderniserkennung und autonomer Rückkehr zur Ladestation ausgestattet und wird in der DACH-Region aktiv von Lebensmittelhändlern evaluiert. Konkrete Effektgrößen wie Umsatz- oder Effizienzsteigerungen werden vom Anbieter qualitativ beschrieben, aber nicht in Form publizierter Zahlen quantifiziert. Quelle: https://www.vkf-renzel.de/serviceroboter-im-supermarkt/

In der breiteren Einzelhandelsliteratur zeigen Studien zu kollaborativem Kundenservice durch Roboter, dass eine gemeinsame Empfehlung von Mensch und Roboter die Kaufabsicht bei vorgestellten Produkten erhöhen und den Gesamteindruck der Kundinnen und Kunden verbessern kann (Frontiers in Robotics and AI, 2023). Eine umfragebasierte Untersuchung in Service-Restaurants zeigt zudem, dass Konsumenten Roboter-Service grundsätzlich akzeptieren, sofern Bedenken hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Datenschutz adressiert werden. Quellen: https://www.frontiersin.org/journals/robotics-and-ai/articles/10.3389/frobt.2023.1125308/full ; https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8851909/

Aus dem europäischen Reinigungs- und Bestandsmanagement-Bereich belegt der tschechische Lebensmittelhändler Albert (Ahold Delhaize), dass autonome mobile Roboter die Bodenreinigung im Lebensmittelhandel messbar verändert haben. Multi-Purpose-Roboter eröffnen zudem die Möglichkeit, neue Funktionen wie RFID-gestützte Bestandsaufnahme nachzurüsten, ohne die Hardware-Plattform zu wechseln. Quelle: https://www.braincorp.com/de/resources/how-robots-are-helping-retail-stores-stay-clean-and-stocked

Der globale Markt für Kundenservice-Roboter wurde 2025 laut Dataintelo mit 8,7 Mrd. USD bewertet und soll bis 2033 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 12,8 Prozent auf 24,3 Mrd. USD anwachsen. Branchenanalysen sehen Service-Roboter als einen Treiber für operative Effizienz und gleichzeitige Verbesserung der Servicequalität. Quellen: https://dataintelo.com/report/global-customer-service-robots-market ; https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/10946705241296051

Compliance und Digitalisierungserwartungen

Im deutschsprachigen Einzelhandel sind drei rechtliche Rahmenwerke für Empfangs-, Begrüßungs- und Digital-Signage-Roboter besonders relevant: die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und das Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG), flankiert von der EU-KI-Verordnung (AI Act).

Personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO sind alle Informationen, anhand derer eine Person identifizierbar ist, einschließlich Gesichter und Standortdaten. Sobald ein Empfangsroboter, ein Begrüßungsbildschirm oder ein digitales Display Kameras einsetzt, um Reichweite, Aufmerksamkeit, Alter oder Geschlecht zu messen, werden personenbezogene Daten verarbeitet. In diesem Fall ist eine Einwilligung der Betroffenen erforderlich und die Verarbeitung muss transparent und rechtmäßig erfolgen. Quelle: https://www.flyeralarm-digitalsignage.com/de/news/wissen/2024-12-24-digital-signage-und-datenschutz-so-erfuellen-sie-die-dsgvo-vorgaben

Die DSGVO verlangt Zweckbindung und Datensparsamkeit: Daten dürfen nur für einen klar definierten Zweck erhoben und nur im notwendigen Minimum verarbeitet werden. Wird etwa die Anzahl der Betrachterinnen und Betrachter eines Displays erfasst, dürfen keine Gesichter gespeichert oder weiterverarbeitet werden. Die Informationspflicht verlangt gut sichtbare Datenschutzhinweise am Standort des Displays sowie einen Link zur vollständigen Datenschutzerklärung. Quelle: https://www.flyeralarm-digitalsignage.com/de/news/wissen/2024-12-24-digital-signage-und-datenschutz-so-erfuellen-sie-die-dsgvo-vorgaben

Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) sind verpflichtend. Dazu zählen Verschlüsselung der Datenübertragung zwischen Display, Roboter und Server, Zugriffsbegrenzung auf autorisierte Personen, anonyme Datenerhebung und transparente Prozesse. Anbieter wie Flyeralarm Digital Signage werben explizit mit DSGVO-konformen Lösungen, die auf anonymer Datenerhebung und moderner Verschlüsselung basieren. Häufige Fehler in der Praxis sind fehlende Einwilligungen bei kameragestützter Analyse, unklare Datenschutzhinweise und veraltete Systeme mit Sicherheitslücken. Quellen: https://www.flyeralarm-digitalsignage.com/de/news/wissen/2024-12-24-digital-signage-und-datenschutz-so-erfuellen-sie-die-dsgvo-vorgaben ; https://www.lobbyspace.me/produkt/digital-signage-datenschutz

Auch für KI-gestützte Empfangs- und Begrüßungssysteme sind Vorgaben der EU-KI-Verordnung (AI Act) zu beachten, insbesondere wenn biometrische Identifikation, Emotionserkennung oder Profilbildung eingesetzt werden. Solche Funktionen sind im Einzelhandel in der Regel als hochrisikoreich oder zumindest transparentpflichtig eingestuft und benötigen eine dokumentierte Datenstrategie. Empfangsroboter, die ohne biometrische Komponenten lediglich Sprache, Touch und Display-Interaktion einsetzen, sind deutlich einfacher compliance-konform zu betreiben.

Aus Sicht von Filialleitungen im Lebensmitteleinzelhandel ergeben sich daraus klare Erwartungen an einen Empfangsroboter:

  • Zentrale, Cloud-basierte Inhaltsverwaltung (CMS) für Playlists, Kampagnen, Standorte und Uhrzeiten, mit Möglichkeit zur schnellen Anpassung über alle Filialen hinweg (Content OTA, Over-the-Air-Updates).
  • Mehrstandort-Rollout mit rollenbasierten Zugriffsrechten für Marketing, IT und Compliance.
  • Anonyme oder einwilligungsbasierte Erfassung von Interaktionen (Impressions, Verweildauer, QR-/Coupon-Einlösungen), ohne personenbezogene Profile zu erstellen.
  • Verschlüsselte Datenübertragung und Speicherung in DSGVO-konformen Rechenzentren, idealerweise in der EU.
  • Möglichkeit, Werbeinhalte und Begrüßungstexte mehrsprachig und standortspezifisch auszuspielen.
  • Klare Audit-Trails und Protokollierung, um Auskunfts- und Löschpflichten aus der DSGVO erfüllen zu können.

Branchenanbieter wie Terra Robotics betonen, dass Empfangs- und Marketingroboter im Einzelhandel als mobile Digital-Signage-Fläche und Kundenführer eingesetzt werden, die Aufmerksamkeit erzeugen, Coupons und QR-Codes ausspielen und Routen mit Zwischenstopps im Markt abfahren. Voraussetzung sind WLAN-Abdeckung, definierte Laufwege, Engstellen, ein Ladepunkt sowie die Prüfung der Datenschutzanforderungen am Standort. Über ein zentrales CMS lassen sich Kampagnen nach Standort und Uhrzeit skalieren, was den operativen Aufwand bei einer rollierenden Aktionsplanung deutlich reduziert. Quelle: https://terra-robotics.de/pages/marketingroboter

Damit können Empfangsroboter im Lebensmitteleinzelhandel einen konkreten Beitrag leisten, die wachsenden Anforderungen an konsistente Markenkommunikation, mehrsprachige Kundenansprache und nachvollziehbare Werbewirkung zu erfüllen, ohne die datenschutzrechtlichen Grundregeln der DSGVO zu verletzen.