
Rohstofflager stehen unter ständigem Druck: Laut einer internationalen Befragung von über 100 Lagerleitern ist die Bestandskontrolle mit 62,3 % die größte operative Hürde, gefolgt von eingeschränkter Bestandssichtbarkeit (30,2 %), steigenden Personalkosten (17 %) und Arbeitskräftemangel (14,2 %). Zusätzlich verschärfen sich diese Punkte durch branchenspezifische Anforderungen wie Chargenrückverfolgbarkeit, strenge Qualitätsstandards und enge Lagerräume.
Materialhandhabungsroboter als Teil der Autonomen Mobilen Roboter (AMR) bieten eine flexible Lösung für diese Probleme: Sie automatisieren repetitive Transportaufgaben, reduzieren manuelle Fehler, verbessern die Bestandssichtbarkeit in Echtzeit und entlasten Mitarbeiter von körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten. Im Vergleich zu herkömmlichen AGVs (Automated Guided Vehicles) benötigen sie keine vordefinierten Schienen oder Marker, passen sich schnell an Layoutänderungen an und lassen sich skalieren.
Der OrionStar CarryBot D150 ist ein industrieller AMR der CarryBot-Serie, der speziell für schwere Materialtransportaufgaben konzipiert wurde. Seine Kernfunktionen passen sich genau den Anforderungen von Rohstofflagern an:
Mit einer maximalen Nutzlast bis zu 150 kg (laut Herstellerangaben) kann der Roboter schwere Rohstoffe wie Big Bags, Paletten oder Fässer transportieren. Er steht in drei anpassbaren Konfigurationen zur Verfügung:
Zusätzlich sind individuelle Aufsätze separat erhältlich, um spezielle Gebinde anzupassen.
Dank der VSLAM+-Technologie (Visuelle Simultane Lokalisierung und Kartierung 2.0) kombiniert mit LiDAR, Tiefenkameras und Fischaugen-Kameras navigiert der Roboter autonom ohne vordefinierte Marker oder Lagerumbauten. Er benötigt nur einen Mindestspalt von 65 cm und kann Schwellen bis zu 10 mm sowie Rillen bis zu 30 mm überwinden – ideal für enge Kommissioniergassen und Hochregallager in Rohstofflagern. Die Positionsgenauigkeit liegt bei bis zu 1 cm (laut Herstellerangaben), was eine präzise Anlieferung von Rohstoffen gewährleistet.
Mit einer Akkulaufzeit bis zu 12 Stunden (getestet bei 100 kg Last auf Marmorboden) und automatischer Rückkehr zur Ladestation bei niedrigem Akkustand gewährleistet der Roboter eine durchgehende Betriebszeit. Sein 5-Schicht-Sicherheitssystem schützt Mitarbeiter und Güter: LiDAR-basierte Hinderniserkennung, Tiefenkameras, Kollisionssensoren, eine Not-Aus-Taste sowie visuelle Wahrnehmung durch Fischaugen- und Infrarotkameras. Zudem vermeiden mehrere Roboter autonomeinander an Kreuzungen nach festgelegten Prioritätsregeln, ohne menschliche Eingriffe.
Der CarryBot D150 bietet über 500 freie APIs für die Integration in bestehende ERP- oder WMS-Systeme, sodass Bestandsdaten in Echtzeit übertragen werden können – ein wichtiger Beitrag zur verbesserten Bestandssichtbarkeit. Er unterstützt zudem Offline-Steuerung in Bereichen mit instabilem Netzwerk und kann innerhalb von bis zu einem Tag (laut Herstellerangaben) bereitgestellt werden.
Der Lagerroboter kann in allen wichtigen Teilbereichen eines Rohstofflagers eingesetzt werden:
Der Roboter übernimmt den Transport von frisch eingegangenen Rohstoffen aus den Annahmebereichen direkt zu den Lagerplätzen oder Produktionslinien. Dies reduziert manuelle Transportzeiten, vermeidet Fehler bei der Lagerung und sorgt für eine schnelle Verfügbarkeit der Rohstoffe. Die Echtzeit-Datenübermittlung an das WMS verbessert gleichzeitig die Bestandssichtbarkeit.
Aufgrund seiner kompakten Größe und markerlosen Navigation kann der Roboter auch in engen Gängen von Hochregallagern navigieren. Er liefert Rohstoffe genau an die benötigten Stellen in den Kommissioniergassen, reduziert Suchzeiten und minimiert Fehlbestände. Die präzise Positionsgenauigkeit stellt sicher, dass Rohstoffe auch in schwer zugänglichen Bereichen korrekt abgelegt werden.
Der CarryBot D150 transportiert Rohstoffe von den Lagerplätzen zu den Versandbereichen oder direkt zu den Produktionslinien, was Verzögerungen vermeidet und die Liefertreue verbessert. Insbesondere bei Just-in-Time-Lieferungen stellt dies sicher, dass die Produktion nicht stillsteht.
Die Nutzung des OrionStar CarryBot D150 bietet messbare Vorteile für Lagerbetreiber, Rohstoffhandhabungs-Vorgesetzte und Werkslogistikleiter:
Da der OrionStar CarryBot D150 Kameras und Sensoren einsetzt, die möglicherweise personenbezogene Daten erfassen können, müssen Sie die Einhaltung der DSGVO (Verordnung (EU) 2016/679) sicherstellen. Zentrale Maßnahmen umfassen:
Zusätzlich sollten Sie die Einhaltung lokaler Datenschutzgesetze in Deutschland, Österreich und der Schweiz sicherstellen.
1. Wie lange dauert die Einrichtung des OrionStar CarryBot D150? Laut Herstellerangaben kann der Roboter innerhalb von bis zu einem Tag bereitgestellt werden, ohne dass Lagerumbauten erforderlich sind. Die Kartierung des Lagerbereichs erfolgt autonom durch den Roboter.
2. Kann der Roboter mit unterschiedlichen Rohstoffgebinden umgehen? Ja, neben den drei Standardkonfigurationen sind individuelle Aufsätze separat erhältlich, um spezielle Gebinde wie Fässer, Säcke oder Big Bags anzupassen.
3. Wie wird der Roboter in bestehende WMS-Systeme integriert? Der CarryBot D150 bietet über 500 freie APIs, die eine kundenspezifische Integration in gängige WMS- oder ERP-Systeme ermöglichen. Die durchschnittliche Entwicklungszeit für eine individuelle Integration beträgt etwa 7 Tage (laut Herstellerangaben).
4. Ist der Roboter für raue Lagerumgebungen geeignet? Ja, der Roboter kann Schwellen bis zu 10 mm und Rillen bis zu 30 mm überwinden. Seine Sensoren sind robust gegen Staub und andere Umwelteinflüsse, die typisch für Rohstofflager sind.
5. Wie wird die Sicherheit von Mitarbeitern gewährleistet? Das 5-Schicht-Sicherheitssystem kombiniert LiDAR-basierte Hinderniserkennung, Tiefenkameras, Kollisionssensoren, eine Not-Aus-Taste sowie visuelle Wahrnehmung. Zudem vermeiden mehrere Roboter autonomeinander an Kreuzungen nach festgelegten Regeln.