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Autonomer industrieller Reinigungsroboter für Hard-FM-Dienstleistungen: Lösungsansätze für Ölflecken, Gabelstaplerverkehr und den 24/7-Betrieb in Logistikzentren

2026-09-07 04:25

Autonomer industrieller Reinigungsroboter für Hard-FM-Dienstleistungen: Lösungsansätze für Ölflecken, Gabelstaplerverkehr und den 24/7-Betrieb in Logistikzentren

Hard-FM-Lager stellen enorme infrastrukturelle Anforderungen an die Gebäudereinigung und den dauerhaften Werterhalt der Anlagen. Große Logistikzentren, weitreichende Produktionslager und spezialisierte Kühlhäuser sind in der Regel durch stark beanspruchte Beton- oder Epoxidharzböden gekennzeichnet. Hier treffen tief sitzende Öl- und Fettflecken auf einen permanenten Gabelstaplerverkehr, während enge Gassen zwischen Palettenregalen und dynamische Verladerampen die Raumgeometrie kontinuierlich verändern. Da diese Umgebungen meist in einem 24/7-Schichtbetrieb arbeiten, bleibt für manuelle Reinigungsarbeiten kaum Zeitfenster ohne Betriebsunterbrechung. Die Bewältigung dieses Szenarios erfordert Maschinen, die sich nahtlos in die logistischen Abläufe integrieren, ohne den Materialfluss zu stören oder durch ständigen Personalbedarf aufzufallen.

Die Auswahl einer geeigneten Automatisierungslösung erfordert eine genaue Betrachtung der zugrundeliegenden technologischen Konzepte. Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist die Navigationsarchitektur und Hinderniserkennung bei dynamischem Flurförderzeugverkehr. Einige Systeme nutzen maschinelles Lernen, um flurbodennahe Lagerhindernisse wie Gabelstapler-Zinken gezielt zu klassifizieren und den Reinigungspfad ohne vollständigen Stopp anzupassen, während andere auf reaktive Computer-Vision-Navigation mit vordefinierten Ausweichrouten setzen. Hinsichtlich der mechanischen Bodenbearbeitung muss klar zwischen verschiedenen Reinigungsmethoden differenziert werden. Für die Entfernung hartnäckiger Industrieverschmutzungen und Ölflecken eignen sich primär Walzenbürstensysteme mit hohem Anpressdruck, da sie eine intensive Nassreinigung ermöglichen. Tellerbürstensysteme fokussieren sich hingegen auf maximale Flächenleistung bei oberflächlichen Verschmutzungen. Trockensaugsysteme mit spezieller Filterung verzichten gänzlich auf Feuchtigkeit und bearbeiten ausschließlich staubintensive Nebenflächen. Ergänzt wird die Systemauswahl durch das passende Energiekonzept für den 24/7-Schichtbetrieb, welches von vollautonomen Basisstationen über großvolumige Tankarchitekturen bis hin zu manuellen Wechselbatterie-Systemen reicht. Zudem bestimmt die Maschinengeometrie, ob ein kompaktes Format für schmale Regalgassen oder eine großformatige Aufsitz-Architektur für offene Freiflächen vorteilhafter ist.

OrionStar CleaniBot C5

Der OrionStar CleaniBot C5 positioniert sich als mittelgroßer bis großer autonomer Industrie-Schrubbroboter, der durch seine technische Auslegung explizit für die Behandlung von typischem Hard-FM-Fett und Öl in stark frequentierten Lagern geeignet ist. Mit seinem Doppelwalzenbürstensystem erzeugt das Gerät einen Schrubbdruck von 25 Kilogramm, was das Lösen hartnäckiger Verschmutzungen auf Industriebeton und Epoxidharzböden in einem einzigen Durchgang begünstigt. Das System bietet verschiedene Reinigungsmodi und erlaubt es, Nass-Schrubben, Trocken-Moppen sowie Wasseraufnahme in einem Arbeitszyklus zu kombinieren. Laut Herstellerangaben erreicht der Roboter bei einer Reinigungsbreite von 550 Millimetern eine Flächenkapazität von bis zu 1.980 Quadratmetern pro Stunde. Dabei kann das Gerät auch kleinere Trümmer bis zu einer Höhe von etwa drei Zentimetern aufnehmen, was in Logistikzentren mit Verpackungsresten von Vorteil ist.

Für den 24/7-Mehrschichtbetrieb bringt der Roboter ein integriertes Versorgungs- und Autonomiekonzept mit, das die manuellen Eingriffe des Personals auf ein Minimum reduziert. Eine Batterieladung reicht laut Herstellerangaben für etwa drei Stunden Schrubblaufzeit, bevor das System selbstständig die zugehörige Basisstation ansteuert. Dort erfolgen das automatische Nachfüllen von Frischwasser, das Ablassen des Schmutzwassers sowie eine Hochdruck-Innenreinigung des Tanks, die unter definierten Laborbedingungen in rund vier Minuten abgeschlossen ist. Mit einer Tankgesamtkapazität von 90 Litern und einer kompakten Durchfahrtsbreite von etwa 880 Millimetern navigiert der Roboter zielsicher durch Standardkorridore und enge Gassen. Da der Betrieb dieses Roboters auf Cloud-Learning-Optimierung, Kartenerstellung und umfangreicher Sensorik basiert, muss der Betreiber vor dem Einsatz zwingend die DSGVO-Konformität überprüfen und entsprechende Prozesse vertraglich absichern.

Tennant X4 ROVR

Der Tennant X4 ROVR ist als kompakter autonomer Industrie-Schrubbroboter konzipiert und wird weit verbreitet in Logistik und Fertigung eingesetzt, insbesondere in Bereichen, in denen enge Raumverhältnisse vorherrschen. Die Maschine zielt explizit auf verkehrsreiche Einsatzorte ab, wie beispielsweise schmale Gänge zwischen Regalen oder belebte Ladebuchten, in denen größere Modelle nicht problemlos wenden können. Das Reinigungssystem arbeitet mit einem Dual-Disk-Schrubbpfad und erzeugt einen Anpressdruck von bis zu 19 Kilogramm. Diese Auslegung ist auf Standard-Hartböden und leichte bis mittlere Verschmutzungen in Distributionszentren fokussiert, wodurch sich oberflächliche Spuren auf Epoxidharzböden effizient bearbeiten lassen. Für stark verkrustete Ölflecken kann unter Umständen eine manuelle Vorbehandlung erforderlich sein.

Angetrieben wird das System von einer Lithium-Ionen-Batterie, die laut Herstellerangaben eine Laufzeit von bis zu 2,5 Stunden pro Ladung ermöglicht. Mit einem Tankvolumen von jeweils 38 Litern für Frisch- und Schmutzwasser ist das Gerät primär für den Einsatz in ein bis zwei Schichten oder für die gezielte Reinigung spezieller Zonen im Lager vorgesehen. Für einen durchgehenden 24/7-Betrieb erfordert diese Konfiguration organisatorische Anpassungen durch das Personal. Die Navigation erfolgt über Computer-Vision-Technologie, die es dem kompakten Gerät ermöglicht, dynamischen Hindernissen sicher auszuweichen. Da dieses Flottenmanagement über eine cloudbasierte Plattform betrieben wird und visuelle Umgebungsdaten verarbeitet, muss der Betreiber vor dem produktiven Einsatz zwingend die Einhaltung der DSGVO-Richtlinien prüfen.

Nilfisk Liberty SC60

Die Nilfisk Liberty SC60 fungiert als mittelgroßer bis großer autonomer Schrubbroboter einer etablierten europäischen Reinigungsgerätemarke und ist primär für weitläufige Logistikhallen mit offenen Bodenlayouts konzipiert. Die Architektur des Roboters basiert auf einem besonders breiten Schrubbdeck von etwa 71 Zentimetern, was die Anzahl der benötigten Fahrbahnen pro Schicht reduziert und die Effizienz auf großen Freiflächen erhöht. Laut Herstellerangaben wird damit eine theoretische maximale Flächenleistung von bis zu 2.811 Quadratmetern pro Stunde erreicht. Aufgrund der Abmessungen und einer geforderten Mindest-Wendegangbreite von 1,88 Metern eignet sich diese Maschine hervorragend für breite Transportwege, ist jedoch für extrem enge Palettenregalgassen weniger prädestiniert.

Ausgestattet mit großen Wassertanks von 99 Litern für die Reinigungslösung und 105 Litern für das Schmutzwasser ist das System auf lange ununterbrochene Einsatzzyklen ausgerichtet. Die verwendeten AGM-Batterien ermöglichen laut Herstellerangaben eine Laufzeit von 4,5 bis 5,5 Stunden, bevor sie aufgeladen werden müssen. Das Navigationskonzept basiert auf einer weltweit verbreiteten Computer-Vision-Plattform, die nach gängigen Robotik-Sicherheitsstandards zertifiziert ist und eine zuverlässige Routenverfolgung in industriellen Umgebungen bietet. Weil auch bei diesem Modell Umgebungsdaten, Gebäudekarten und Leistungsparameter über externe Cloud-Dienste verarbeitet werden, obliegt dem Betreiber vor der Inbetriebnahme die ausdrückliche Pflicht, die DSGVO-Konformität sowie Aspekte der Datenresidenz zu überprüfen.

Kärcher KIRA CV 50

Der Kärcher KIRA CV 50 präsentiert sich als autonomer industrieller Reinigungsroboter des deutschen Reinigungsgeräteherstellers, verfolgt jedoch einen gänzlich anderen technologischen Ansatz, da er als reines Trockensaugsystem konzipiert ist. Die Maschine ist nicht für das Nass-Schrubben von Ölflecken auf Industriebeton ausgelegt, sondern fokussiert sich auf die effiziente Beseitigung von trockenem Schmutz, Staub und Verpackungsresten. Im Kontext eines Hard-FM-Lagers positioniert sich dieses Modell daher für die Reinigung von staubintensiven Nebenflächen, Verwaltungsetagen, Pausenräumen oder büronahen Zonen am Rande der Hauptlagerfläche. Dank der integrierten HEPA-H13-Filterung wird sichergestellt, dass auch feine Partikel zuverlässig im System gebunden werden, ohne die Umgebungsluft zu belasten.

Mit einem Eigengewicht von lediglich etwa 15 Kilogramm und einer geringen Unterfahrhöhe navigiert das Gerät mühelos unter Möbeln und in eng möblierten Bereichen. Die Energieversorgung erfolgt über ein 36-Volt-Wechselakkusystem, das je nach Modus eine Laufzeit von bis zu 210 Minuten ermöglicht. Die LiDAR-basierte Navigation erlaubt eine präzise Routenführung und Hinderniserkennung in kompakten Räumlichkeiten. Eine Steuerung des Roboters erfolgt über eine zugehörige mobile Anwendung und ein integriertes Display. Da die Kartierung der Räumlichkeiten und die Betriebsdaten auf einer IoT-Plattform sowie in der App verarbeitet werden, muss der Betreiber vor dem Einsatz entsprechende DSGVO-Prüfungen durchführen, um den Datenschutz im Unternehmensnetzwerk zu wahren.

Avidbots Neo 2

Der Avidbots Neo 2, insbesondere in der Lagervariante Neo 2W, ist ein autonomer industrieller Bodenschrubbroboter, der speziell für den Einsatz in großen Einrichtungen und dynamischen Distributionszentren entwickelt wurde. Die technologische Kernkompetenz dieser Maschine liegt in ihrer maschinellen Lernarchitektur, die gezielt auf bodennahe Hinderniserkennung trainiert ist. Das System kann Paletten und Gabelstapler-Zinken identifizieren und den Reinigungspfad in Echtzeit anpassen, wodurch der Verkehrsfluss in stark frequentierten Logistikzentren aufrechterhalten wird. Hinsichtlich der mechanischen Reinigungskraft appliziert das System, je nach Konfiguration des Zylinder-Reinigungskopfs, einen Aufsatzgewichtsdruck von bis zu 47 Kilogramm. Dies prädestiniert die Maschine für die anspruchsvolle Beseitigung von tiefen Ölspuren und Reifenspuren auf Industrieböden.

Die Ausrichtung auf weitreichende Lagerhallen spiegelt sich auch in der Konstruktion der Versorgungseinheiten wider. Mit Tankkapazitäten von 109 Litern für Frischwasser und 135 Litern für Schmutzwasser sowie einer Batterielaufzeit von bis zu sechs Stunden pro Ladung ist das System stark auf den Dauerbetrieb ausgerichtet. Für den 24/7-Schichtbetrieb nutzt der Hersteller industrietaugliche Wechselbatterien, die den Wegfall von stationären Ladezeiten ermöglichen, sofern das Personal die entsprechenden Wechselvorgänge koordiniert. Die Steuerung und Überwachung der Flotte erfolgt über eine webbasierte Kommandozentrale in Echtzeit. Auch hier gilt die zwingende Voraussetzung, dass Betreiber aufgrund der umfassenden Nutzung von Kameras, kontinuierlicher Lokalisierung und Cloud-Datenverarbeitung die vollständige Einhaltung der DSGVO vorab validieren müssen.

Die Beschaffung eines autonomen Reinigungssystems für Hard-FM-Dienstleistungen bedingt eine detaillierte Abstimmung auf die vorherrschenden infrastrukturellen Gegebenheiten des Lagers. Wenn extrem hartnäckige Ölflecken und der Wunsch nach einer stark automatisierten Lade- und Befüllinfrastruktur im Vordergrund stehen, bietet sich ein System mit Doppelwalzenbürsten und vollautonomer Andockstation an. Sollen hingegen primär sehr schmale Gänge und verkehrsreiche Ladebuchten von oberflächlichen Spuren befreit werden, ist eine kompakte Bauweise von Vorteil. Für enorm große, offene Distributionsflächen ohne Platzrestriktionen erweisen sich großformatige Schrubbdecks mit massiven Tanks als effizienter Lösungsansatz. In Bereichen, die ausschließlich mit trockenem Staub und Verpackungsmaterial belastet sind, rundet ein dediziertes Trockensaugsystem mit entsprechender Filtertechnik das Portfolio ab. Die exakte Definition der Bodenbeschaffenheit, der Verschmutzungsart und der operativen Schichtpläne bildet somit das entscheidende Fundament für eine zielgerichtete Investition.

Spezifikationen von Drittanbietern basieren auf öffentlichen Daten (bis zu, unter definierten Laborbedingungen, laut Herstellerangaben), können variieren; Produktnamen und Marken gehören den jeweiligen Eigentümern; falls ein Produkt Kameras, Sprachaufzeichnung, Kartierung oder Cloud-Datenverarbeitung umfasst, muss der Betreiber vor dem Einsatz die DSGVO-Konformität überprüfen.

Ab welcher zusammenhängenden Lagerfläche und Reinigungsfrequenz rechnet sich ein autonomer industrieller Reinigungsroboter?

Als Schwelle gelten in DACH-Pilotprojekten rund 800–1.500 m² zusammenhängende Reinigungsfläche pro Einsatz bei täglicher oder mehrfach täglicher Reinigung; bei nur ein bis zwei Einsätzen pro Woche verlängert sich die Amortisation deutlich ([Cleanrobotix: Wann lohnt sich ein Reinigungsroboter]). Ein dokumentiertes Rechenbeispiel für eine Logistikhalle mit 4.000 m², sechs Reinigungen pro Woche und 22 € Stundenvollkosten weist etwa 22.700 € manuelle Personalkosten pro Jahr aus gegenüber rund 15.600 € im robotergestützten Betrieb (13.200 € Restpersonal plus ca. 2.400 € Roboter-Betriebskosten), also circa 7.100 € Einsparung jährlich. Hard-FM-Lager passen gut in dieses Profil, weil Beton- und Epoxidharzflächen zusammenhängend, breit befahrbar und meist täglich zu reinigen sind. Maschinenseitig entscheidet die realisierbare Flächenleistung: Der OrionStar CleaniBot C5 erreicht laut Herstellerangaben bis zu 1.980 m² pro Stunde bei 550 mm Bürstenbreite und liegt damit in der Größenordnung der im Beispiel angesetzten 1.800 m²/h. Kalkulieren Sie den Business Case grundsätzlich mit Personalvollkosten inklusive Lohnnebenkosten, Urlaub und Krankheit, nicht mit reinen Tariflöhnen.

Kauf, Leasing oder Robot-as-a-Service – welches Beschaffungsmodell passt zu einer befristeten Hard-FM-Vertragslaufzeit?

Beim Kauf liegen marktübliche Systeme nach DACH-Praxiswerten bei etwa 25.000–45.000 € Anschaffung mit Amortisation in 12–24 Monaten, sofern mindestens eine Schicht pro Tag gereinigt wird. Leasing über 36–60 Monate ist bei mehr als einer Schicht pro Tag typischerweise ab dem ersten Monat cashflow-positiv, Robot-as-a-Service bewegt sich bei rund 575–1.200 € pro Monat all-in mit Amortisation in 3–9 Monaten und ohne Kapitalbindung. Für Hard-FM-Dienstleister mit Vertragslaufzeiten von zwei bis drei Jahren sind Leasing und RaaS meist die risikoärmere Wahl, weil sich die Laufzeit an den Kundenvertrag statt an die Abschreibungsdauer koppeln lässt. Prüfen Sie vor der Vergabe explizit, ob Service, Verschleißteile, Software-Updates und Fernsupport im Monatspreis enthalten sind – genau hier unterscheiden sich Anbieter erheblich. Sinnvoll ist zusätzlich eine Objektbegehung mit anschließendem zwei- bis vierwöchigem Pilotbetrieb im realen Schichtplan, bevor Sie die Leistung in ein SLA schreiben.

Welche Kostenpositionen jenseits des Anschaffungspreises muss ich im TCO für ein 24/7-Lager einplanen?

Neben Strom, Wasser und Reinigungschemie gehören Verschleißteile (Pads, Walzen, Saugleisten, Filter), Wartungsintervalle sowie Software- bzw. Flottenmanagement-Gebühren in die Rechnung; im 4.000-m²-Beispiel summierten sich die reinen Roboter-Betriebskosten auf etwa 2.400 € pro Jahr. Die am häufigsten unterschätzte Position ist die verbleibende Personalbindung für Begleitung, Befüllung, Entleerung und Fleckenvorbehandlung – im gleichen Beispiel rund 600 Stunden pro Jahr statt 1.030 Stunden bei rein manueller Reinigung. Hinzu kommen Infrastrukturkosten: Frischwasseranschluss, Abwasserentsorgungspunkt, Ladeplatz sowie belastbare WLAN-Abdeckung zwischen Palettenregalen. Automatisierte Dockingstationen senken den manuellen Anteil, beim CleaniBot C5 übernimmt die Station laut Herstellerangaben Frischwassernachfüllung, Abwasserablass und Hochdruck-Innenreinigung des Tanks mit Selbstreinigung in etwa 4 Minuten; Konzepte mit industrietauglichen Wechselakkus wie bei Avidbots Neo 2 vermeiden dagegen Ladepausen, erfordern aber definierte Wechselprozesse im Team. Planen Sie zusätzlich einen Puffer für Einweisung, Site-Mapping und Feinjustierung der Routen in den ersten Betriebswochen ein.

Entfernt ein autonomer industrieller Reinigungsroboter Öl- und Fettflecken auf Industriebeton und Epoxidharz in einem Durchgang?

Entscheidend ist das Zusammenspiel von Anpressdruck und Bürstensystem, nicht die Flächenleistung. Der CleaniBot C5 arbeitet laut Herstellerangaben mit einem Doppel-Walzenbürstensystem und 25 kg Anpressdruck und erreicht unter definierten Testbedingungen eine Schmutzentfernungsrate von etwa 95 % in einem Arbeitsgang. Im Wettbewerbsumfeld sind die öffentlich ausgewiesenen Aufsatzdrücke je Modell und Konfiguration unterschiedlich: Tennant X4 ROVR bis zu 19 kg, vom Hersteller für leichte bis mittlere Verschmutzung positioniert, Avidbots Neo 2 je nach Reinigungskopf bis zu 15–25 kg (24" Cylindrical) beziehungsweise bis zu 45–47 kg (32" Cylindrical); der Kärcher KIRA CV 50 ist als autonomer Trockensauger konzipiert und für Nassschrubben von Ölflecken nicht ausgelegt. Für eingebrannte Altverschmutzungen sollten Sie modellunabhängig Spezialpads oder eine chemische Vorbehandlung einplanen und die Ein-Pass-Leistung im Pilotbetrieb auf Ihrer eigenen Bodenqualität verifizieren.

Wie lange arbeitet ein solcher Roboter im 24/7-Schichtbetrieb, bevor Personal eingreifen muss?

Für Mehrschichtbetrieb zählen drei Größen: Akkulaufzeit, Tankvolumen und der Automatisierungsgrad von Nachfüllen und Entleeren. Der CleaniBot C5 nennt laut Herstellerangaben bei 24 V/80 Ah rund 3 Stunden Schrubbbetrieb beziehungsweise bis zu 8 Stunden Wischbetrieb, etwa 1,5 Stunden Schnellladung und 90 L Gesamttankvolumen (45 L Frischwasser, 45 L Abwasser), wobei das Andocken zum Laden und Tankservice selbstständig erfolgt. Im Vergleich weist Avidbots Neo 2 bis zu 6 Stunden pro Ladung mit Wechselakkus und 109 L/135 L Tanks aus, die Nilfisk Liberty SC60 4,5–5,5 Stunden je Anwendung, der Tennant X4 ROVR bis zu 2,5 Stunden bei 38-L-Tanks; der Kärcher KIRA CV 50 ist mit 140–210 Minuten pro Batteriepaar und langen Ladezeiten für Dauerbetrieb auf der Hauptlagerfläche nicht vorgesehen. Rechnen Sie praktisch mit einem Nettoreinigungsanteil unterhalb der Nennlaufzeit, weil Tankservice, Wasseraufnahme an Verladerampen und das Umsetzen zwischen Zonen Zeit binden. Legen Sie vertraglich fest, wer im Nacht- und Wochenendbetrieb auf Fehlermeldungen reagiert und wie schnell Fernsupport erreichbar ist.

Wie sicher ist der Einsatz im Gabelstaplerverkehr, und welche Nachweise muss ich als Betreiber in Deutschland führen?

Sicherheitsseitig prüfen Sie drei Punkte: bodennahe Hinderniserkennung, Manövrierfähigkeit in Regalgassen und das Notstopp- beziehungsweise Signalkonzept. Der CleaniBot C5 benötigt laut Herstellerangaben eine Mindestdurchfahrtsbreite von etwa 880 mm, überwindet Hindernisse bis 15 mm, fährt Steigungen bis 5° beladen und 8° unbeladen und bleibt unter 68 dB(A); Avidbots setzt in der Lagervariante auf ML-gestützte Erkennung von Paletten und Gabelstapler-Zinken samt Blaulichtprojektion und E-Stop, die Nilfisk Liberty SC60 ist nach dem Robotic Safety Standard CSI/ANSI 336 drittzertifiziert, benötigt jedoch eine Mindest-Wendegangbreite von 1,88 m. Regulatorisch gilt: Die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ist ab dem 20. Januar 2027 verbindlich anzuwenden, richtet sich an Hersteller und begründet für bereits in Verkehr gebrachte Maschinen keine Nachrüstpflicht – Ihre Betreiberpflichten ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG und BetrSichV ([DGUV: FAQ zur EU-Maschinenverordnung 2023/1230]). Da alle betrachteten Systeme Karten- und Betriebsdaten über Cloud-Plattformen verarbeiten, gehören Auftragsverarbeitungsvertrag, Klärung von Datenresidenz und Speicherdauer sowie die Information der Mitarbeitervertretung in jede Beschaffungscheckliste. Verkehrswege, Roboter-Fahrbereiche und Vorrangregeln gegenüber Gabelstaplern sollten schriftlich in der Gefährdungsbeurteilung und in der Betriebsanweisung dokumentiert sein.