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Weniger Laufwege, mehr Konzentration auf Gäste: Wie Gastronomiebetriebe mit Service Restaurant-Roboter in Staging-Bereichen einsetzen

2026-10-20 12:49

Weniger Laufwege, mehr Konzentration auf Gäste: Wie Gastronomiebetriebe mit Service Restaurant-Roboter in Staging-Bereichen einsetzen

Einleitung

Gastronomiebetriebe mit Service sehen sich in den vergangenen Jahren mit gleich mehreren Herausforderungen konfrontiert: Der anhaltende Personalmangel, anhaltender Kostendruck durch gestiegene Waren- und Energiekosten sowie strenge Anforderungen im Rahmen von DSGVO, DGUV-Regel 110-001 und der LMHV/HACCP-Vorgaben machen es vielen Betrieben schwer, Arbeitsabläufe im Hintergrund effizient zu gestalten. Insbesondere in Staging-Bereichen, in denen fertige Speisen zwischen Küche und Service abgelegt, bereitgehalten und weitertransportiert werden, fallen viele standardisierte Laufwege an, die Personal binden. Für viele Full-Service-Restaurants gehören Restaurant-Roboter daher zu den Optionen, mit denen sich Abläufe in diesem Bereich nach und nach optimieren lassen.

Der wachsende Bedarf in Staging-Bereichen

  • Viele Betriebe leiden unter Personalmangel: Laut dem DEHOGA-Zahlenspiegel (4. Quartal 2025) gab es im Januar 2026 bei der Bundesagentur für Arbeit 17.667 gemeldete offene Stellen im deutschen Gastgewerbe, ein neuer Tiefstwert nach der Corona-Krise und 18,3 % weniger als im Vorjahr.
  • Der Kostendruck bleibt hoch: Laut DEHOGA hat das Gastgewerbe 2025 das sechste Verlustjahr in Folge verbucht; der reale Umsatz lag 14,8 % unter dem Vorkrisenjahr 2019, die Zahl der Insolvenzen stieg gegenüber dem Vorjahr um 25,8 %, und die Preise für Lebensmittel, Getränke oder Energie sind seit Januar 2022 teils um über 30 % gestiegen.
  • Der ständige Transport von schweren Tabletts mit Speisen oder benutztem Geschirr führt zu physischen Belastungen des Personals, die nach DGUV-Regel 110-001 durch geeignete Maßnahmen abgemildert werden sollen.
  • Die Einhaltung von Hygienevorgaben nach LMHV und HACCP bei Transport und Bereitstellung von Speisen erfordert einen hohen organisatorischen Aufwand, der das Personal zusätzlich bindet.

Wie Restaurant-Roboter helfen können

  • Moderne Restaurant-Roboter nutzen visuelle SLAM-Navigation, um sich selbstständig und ohne aufwändige Markierungen im gesamten Betrieb zu bewegen.
  • Sie bieten die Möglichkeit, Speisen auf mehrstufigen offenen Tabletts zu transportieren und mehrere Ziele nacheinander anzusteuern.
  • Viele Modelle unterstützen unterschiedliche Betriebsmodi, die für Schnelllieferungen, stabilen Transport von flüssigen Speisen, Patrouillenfahrten oder die Sammlung von benutztem Geschirr ausgelegt sind.
  • Die integrierte 3D-Umgebungswahrnehmung erkennt Hindernisse aus vielen Richtungen und reagiert darauf, um Kollisionen zu vermeiden.
  • Viele Systeme sind mit Funktionen zur Erkennung von platzierten Speisen ausgestattet, um den Status von Liefervorgängen automatisch erfassen zu können.
  • Automatische Andockung an Ladestationen ermöglicht einen langfristigen Betrieb ohne manuelle Ladevorgänge.
  • Beim Einsatz von Systemen mit Kameras zur Navigation oder zur Verarbeitung von Daten in der Cloud müssen Betreiber die Einhaltung der Vorgaben der DSGVO eigenständig überprüfen; unabhängig davon bleiben DGUV-Regel 110-001 sowie die LMHV mit ihrem HACCP-Konzept einzuhalten.

Ein Blick auf den OrionStar LuckiBot Pro in der Praxis

Der OrionStar LuckiBot Pro setzt die oben genannten generellen Fähigkeiten praxisnah um und ist für den Einsatz in hektischen Gastronomieumgebungen ausgelegt. Laut Herstellerangaben erreicht das Gerät eine Gesamttraglast von bis zu 60 kg, die Akku-Laufzeit liegt laut Herstellerangaben in einem typischen Fahrbetriebsszenario bei bis zu 12 Stunden und die 240-Grad-3D-Rundum-Hinderniserkennung erfasst auch kleine Objekte auf dem Boden zuverlässig. Das System verfügt über mehrere voreingestellte Betriebsmodi, die sich für unterschiedliche Transportaufgaben im Staging-Bereich eignen und sich an die Abläufe des jeweiligen Betriebs anpassen lassen.

Vorteile für Teams in Gastronomiebetrieben mit Service

  • Entlastung von Laufwegen – Der Roboter übernimmt standardisierte Transportaufgaben, sodass Personal mehr Zeit für die Betreuung von Gästen und komplexe Aufgaben im Küchen- und Servicebereich hat.
  • Unterstützung bei Personalmangel – Bei hoher Auslastung kann das Gerät zusätzliche Routinetätigkeiten übernehmen, auch wenn nicht alle geplanten Mitarbeitenden vor Ort sind.
  • Stabilere Abläufe in Spitzenzeiten – Der Roboter arbeitet auch bei hohem Betriebsaufkommen gleichmäßig. Nach Branchenbeobachtungen verbreiten sich Roboter für Hintergrundprozesse derzeit schneller als Geräte mit direktem Gästekontakt, was für einen planbaren Einsatz in Spitzenzeiten sprpricht.
  • Minderung physischer Belastung – Der Transport von schweren Geschirrladen oder vollen Tabletts wird von dem Gerät übernommen, was dazu beitragen kann, Belastungen des Bewegungsapparats des Personals zu verringern.
  • Transparente Prozessgestaltung – Die offene Entwicklerplattform des Geräts stellt laut Herstellerangaben mehrere hundert Schnittstellen bereit, über die Transportabläufe in bestehende Systeme eingebunden und von der Betriebsleitung ausgewertet werden können.
  • Belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung – Transport-Restaurant-Roboter kosten laut Branchenangaben etwa 10.000 bis 15.000 EUR, unverbindliche Marktwerte für einzelne Modelle liegen teils zwischen 10.000 und 20.000 EUR. Ein Branchen-Rechenbeispiel zeigt, dass der jährliche Zeitwert der Laufwegentlastung von 6.600 EUR die jährlichen Gesamtkosten von 9.000 EUR für Gerät, Wartung und Software nicht in jedem Fall deckt; ausschlaggebend sind hohe tägliche Auslastung und viele wiederkehrende Transportwege. Für belastbare Zahlen empfiehlt die Quelle einen mehrwöchigen Pilotbetrieb.

Anwendungen in der Praxis

Die Küchenausgabe (Pass) und der Anrichteplatz

An dieser Stelle werden fertig angerichtete Speisen kurzzeitig abgestellt, bevor sie zum Gast gebracht werden. Das Personal belädt die bereitgestellten Gerichte auf die offenen Tabletts, der Roboter fährt sie dann zum vereinbarten Übergabepunkt. Weil er dabei weder Teller aufnehmen noch balancieren muss, bleibt das Personal von den Wegen zwischen Ausgabe und Gastbereich entbunden und kann am Pass beim Anrichten und bei der Endkontrolle bleiben.

Der Übergabepunkt zwischen Küche und Service (Expo/Handoff)

An dieser zentralen Schnittstelle laufen alle Transportaufgaben zwischen Küche und Servicepersonal zusammen. An diesem Punkt werden die Tabletts zwischen Personal und Roboter übergeben. Feste Zuordnungen der Tabletts und ein einheitlicher Ablageplatz können nach Branchenbeobachtungen dazu beitragen, dass der Übergabepunkt auch in Spitzenzeiten nicht überfüllt wird.

Der Staging-Bereich für gebrauchtes Geschirr und den Geschirrrücktransport

Hier wird benutztes Geschirr von den Tischen gesammelt und zurück zur Spülmaschine transportiert. Im Rückholmodus fährt der Roboter mehrere Punkte im Gastbereich nacheinander an; das Personal nimmt das benutzte Geschirr vom Tisch ab und stellt es auf das Gerät, das es gebündelt in den vorgesehenen Staging-Bereich bringt.

Die Getränkebereitstellung an der Bar

An der Bar werden fertige Getränke zubereitet und für den Transport zu den Gästen bereitgehalten. Das Barpersonal stellt die fertigen Getränke auf das Gerät, das sie zu den Tischen bringt, sodass sich die Kräfte auf die Zubereitung neuer Getränke konzentrieren können.

Integration in andere intelligente Systeme

Restaurant-Roboter lassen sich in die vorhandene Digitalisierungslandschaft von Gastronomiebetrieben einbinden, auch wenn der Aufbau dort noch am Anfang steht: Der Digitalisierungsindex des Gastgewerbes liegt laut Telekom-DigitalX bei 57 Indexpunkten und damit unter dem anderer Branchen (Logistik 65, Industrie 63), 42 % der Betriebe nutzen bereits digitale Kassensysteme, 48 % Reservierungssysteme und 32 % digitale Speisekarten. Aktuelle Modelle stellen eine offene Entwicklerplattform mit modularen Daten- und Stromschnittstellen bereit, über die Dienstleister Anbindungen an Kassen-, Karten- und Schichtplanungssysteme realisieren können; konkrete marktübliche Standardschnittstellen sind nach Branchenlage nicht öffentlich verfügbar. Der Staging-Bereich bleibt dabei die operative Schnittstelle, an der Personal und Roboter die Tabletts übergeben, und die Auslastung des Geräts lässt sich an die erwartete Gästezahl anpassen.

ESG- und Nachhaltigkeitsziele

  • Im Rahmen der sozialen Nachhaltigkeit können die Geräte dazu beitragen, die Arbeitsplatzqualität zu verbessern, indem Personal von körperlich belastenden Routinetätigkeiten entlastet wird.
  • Bei der Einhaltung der Vorgaben nach DGUV-Regel 110-001 können die Systeme unterstützen, indem sie wiederkehrende Transportfahrten von Menschen auf ein Gerät verlagern. Die Unfallverhütungsvorschrift verlangt je nach Form, Gewicht und Häufigkeit der Last geeignete Transportmittel bereitzustellen und zu benutzen; für den praktischen Einsatz sind zusätzlich die Anforderungen an rutschhemmende, ausreichend belastbare Böden und an Verkehrswege von mindestens 1,80 m Breite zu prüfen.
  • Der Betrieb muss bei der Nutzung die Anforderungen nach LMHV/HACCP und der DSGVO eigenständig sicherstellen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit Lebensmitteln und die Verarbeitung von personenbezogenen Daten einzuhalten.

Zusammengenommen unterstützen die Automatisierungslösungen Gastronomiebetriebe dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele in allen drei Bereichen der ESG-Definition schrittweise zu erreichen.

Fazit

Restaurant-Roboter verändern nach und nach die Arbeitsweise von Gastronomiebetrieben mit Service in Staging-Bereichen, indem sie standardisierte Transportaufgaben übernehmen und Personal von unnötigen Laufwegen entlasten. Die Lösungen sind dafür ausgelegt, bestehende Abläufe zu ergänzen und als Unterstützung für das Personal zu dienen, statt es zu ersetzen. Die OrionStar LuckiBot Serie umfasst mehrere Modelle, die sich an unterschiedliche Betriebsgrößen und Anforderungen im Staging-Bereich anpassen lassen, sodass Betriebe passende Optionen für ihre individuellen Abläufe finden können.