
Für große Gewerbeflächen entscheidet die zugängliche Reinigungsfläche innerhalb eines nutzbaren Zeitfensters, nicht die Gebäudegröße allein. Der OrionStar CleaniBot C5 kann für eine offene Hauptfläche geprüft werden; für kleinere, gegliederte Nebenbereiche kommt der CleaniBot S55 Pro als weitere Prüfoption infrage. Die Wahl hängt von Boden, Durchgängen, Verkehr, Wasserlogistik und betreuter Restarbeit ab. Ein Gerät ist nicht automatisch ausreichend, mehrere sind nicht automatisch wirtschaftlicher. Die folgenden Flächen- und Zeitrechnungen sind ausdrücklich fiktive Planannahmen, keine gemessenen Leistungswerte oder Kundeneinsätze. Vor einer Entscheidung müssen Betreiber und Reinigungsteam eine standortbezogene Prüfung und gegebenenfalls eine begrenzte Erprobung vereinbaren.
Fiktives Beispiel ohne reale Referenz: Eine Verkaufsimmobilie besitzt eine offene Hauptfläche, mehrere Nebenflure und zeitweise belegte Aktionsflächen. Der C5 wird für die zusammenhängende Hauptfläche geprüft; der S55 Pro kann für einen zugänglichen Nebenflur betrachtet werden. Eine Aktionsfläche mit wechselnden Aufbauten bleibt zunächst ausgenommen. Diese Vorauswahl folgt der Herstellerpositionierung und belegt weder Eignung noch Betriebsgenehmigung.
| Zone | Planungsansatz | Offene Frage |
|---|---|---|
| Hauptfläche | Zusammenhängende Route für C5 prüfen | Verfügbarkeit, Boden und Umwege |
| Nebenflure | S55 Pro separat anhand der tatsächlichen Zugänge prüfen | Türen, Wendepunkte und Übergänge |
| Aktionsfläche | Bei wechselnder Nutzung aus dem Grundlauf herausnehmen | Freigabe nach Räumung oder manuelle Reinigung |
| Rand und unter Einbauten | Manuelle Restarbeit einplanen | Verantwortung und Kontrollintervall |
Die Karte sollte nicht nur Quadratmeter, sondern auch Aufbauten, Wendezonen, Treppen, Bodenwechsel und Durchgänge enthalten. Eine später veränderte Möblierung kann die zunächst vorgesehene Zuordnung ungültig machen. Nicht freigegebene und nicht erreichbare Flächen bleiben als konkrete manuelle Aufgabe sichtbar.
Planungsrechnung mit frei gewählten Annahmen: Von 6.000 m² Bruttoboden werden 1.000 m² für feste Einbauten und nicht zugängliche Flächen sowie 1.000 m² für zunächst nicht freigegebene Aktions- und Randbereiche abgezogen. Übrig bleiben 4.000 m² für eine zu prüfende Route. Die übrigen 2.000 m² verschwinden nicht aus dem Reinigungsplan, sondern benötigen eine eigene Bewertung beziehungsweise manuelle Bearbeitung.
Weder die Flächen noch die Abzüge beziehen sich auf einen Kunden. Vor Ort sind sie zu vermessen und gegen Überschneidungen zu prüfen. Ein Flur, der nur während einer Veranstaltung blockiert ist, darf in einem anderen Zeitfenster anders eingestuft werden; Freigaben und Zeitfenster müssen dann ausdrücklich angepasst werden.
OrionStar nennt für den C5 eine Hauptbürsten-Reinigungsbreite von 550 mm und getrennte Frisch- und Schmutzwassertanks mit je 45 Litern. Seine Mindestdurchfahrtsbreite ist in Herstellerquellen widersprüchlich; ein Zahlenwert wird deshalb nicht übernommen. Zugang und Wenden sind mit dem Hersteller zu klären und vor Ort zu prüfen.
Für den S55 Pro nennt OrionStar Gerätemaße von 650 × 580 × 550 mm und 700 mm Mindestdurchfahrtsbreite. Auch diese Werte garantieren weder die Durchfahrt einer konkreten Tür noch eine sichere Begegnung mit Personen. Türöffnung, Schwellen, Kurven und zeitweise abgestellte Waren müssen in der Planung geprüft werden.
Rechenbeispiel, keine Messung: Für die 4.000 m² freigegebene Route wird ein effektiver Planwert von 800 m² je Stunde angenommen. Ein Gerät benötigte rechnerisch fünf Stunden reine Routenzeit. Kommen 45 Minuten für Versorgung, Kontrolle und Übergabe hinzu, ergibt sich ein Bedarf von fünf Stunden und 45 Minuten. Bei einem verfügbaren Fenster von vier Stunden passt diese Annahme nicht; die Route muss anders aufgeteilt, verschoben oder anders bearbeitet werden.
Eine mögliche Alternative sind zwei Geräte auf getrennten Teilflächen von je 2.000 m². Mit demselben hypothetischen Arbeitswert ergäben sich rechnerisch je 2,5 Stunden Routenzeit plus 45 Minuten Versorgung und Kontrolle. Das passt rechnerisch nur unter den angenommenen Bedingungen in vier Stunden: gleichzeitiger Start, gleiche Zugänglichkeit, ausreichende Betreuung und voneinander unabhängige Versorgung. Ob die eingesetzten Geräte mit Anfahrt, Unterbrechungen und gewähltem Modus ausreichend Akkulaufzeit haben, ist zusätzlich zu prüfen. Es ist weder ein Nachweis gleichzeitigen Betriebs noch eine Aussage über tatsächliche Effizienz oder Kosten.
OrionStar nennt für den C5 maximal 1.980 m² pro Stunde Reinigungseffizienz sowie drei Stunden Akkulaufzeit im Scrubbing-Modus und acht Stunden im Mopping-Modus. Für den S55 Pro nennt der Hersteller sechs Reinigungsmodi und im Scrub-Modus 1.197 m² pro Stunde und 4,5 Stunden Akkulaufzeit. Diese Herstellerwerte sind keine Standortmessung. Die Laufzeiten und die S55-Pro-Effizienz gelten für die genannten Modi; für die C5-Maximaleffizienz wird hier kein Modus angegeben. Insbesondere liegt die angenommene reine Routenzeit von fünf Stunden über der genannten C5-Scrubbing-Laufzeit: Ohne nachgewiesene Zwischenladung oder Änderung des Plans darf das Beispiel nicht als machbar gelten. Der angenommene Planwert ist ausdrücklich nicht daraus als zugesicherte Leistung abgeleitet; Wasserverbrauch, tatsächliche Route und Unterbrechungen sind zu messen.
Für den C5 beschreibt OrionStar eine passend konfigurierte Workstation mit Laden, Frischwassernachfüllung, Schmutzwasserablass und internem Spülen des Tanks. Installation, Anschlüsse und lokale Verfügbarkeit sind zu prüfen; tägliche Wartung und Kontrolle bleiben notwendig. Für den S55 Pro darf dieselbe Workstation-Ausstattung nicht unterstellt werden.
Das Rechenbeispiel setzt 45 Minuten organisatorische Zeit an; dieser Wert ist frei gewählt und nicht als Wartungszeit des Herstellers zu verstehen. Eine Erprobung muss zeigen, welche tatsächlichen Zeiten und Aufgaben am Standort anfallen.
Wenn Verkaufsaktionen, Lieferungen oder Personenverkehr die Route oder Ausgänge unkontrollierbar blockieren, wird der betroffene Abschnitt ausgesetzt oder manuell bearbeitet. Für Nassreinigung muss die zuständige Person Bodenfreigabe, Kennzeichnung und Wiederöffnung nach den örtlichen Vorgaben prüfen. Die vom Hersteller für den C5 genannte Wasseraufnahme garantiert keinen trockenen oder rutschfreien Boden.
Für den S55 Pro beschreibt der Hersteller eine Stereokamera zur Erkennung von Stufen beziehungsweise Abgründen und Ultraschallsensoren zur Hindernisvermeidung. Dies ist keine unabhängige Sicherheitsprüfung und belegt weder Erkennung aller Waren oder Personen noch einen kollisionsfreien Betrieb. Für den C5 wird hier keine entsprechende konkrete Sensorfunktion behauptet. Verhalten bei Blockaden, Eingriff und Wiederanlauf sind mit Hersteller und Betreiber für die vorgesehene Konfiguration zu klären.
Ein allgemeiner Schwellenwert ist nicht belegt. Fläche, Zeitfenster, Modus, Unterbrechungen und Versorgung müssen vor Ort bestimmt werden.
Nein. Betreuung, Versorgung, Auslastung und Kosten müssen gesondert geprüft werden; das hypothetische Beispiel belegt keinen ROI.
Nein. Sie ist eine Herstellerangabe und ersetzt keine Erprobung der konkreten Route.
Ja. Nicht zugängliche und nicht freigegebene Flächen brauchen eine eigene Aufgabe und Zuständigkeit.